Boulton Paul P. 111/111a

CMR No. 145 - Mulitmedia - 1/72

Vorbild: Als Versuchsflugzeug zur Erforschung der Hochgeschwindigkeitseigenschaften des Deltatragwerks entstand die Boutlon Paul P. 111. Sie flog mit einem Rolls-Royce Nene erstmals am 10. Oktober 1950. Die Tragflächen hatten eine Pfeilung von 45. Flächenenden und Seitenleitwerk ließen sich leicht austauschen. Nachdem die Maschine eine Bruchlandung erlitt, wurde sie bei Boulton Paul als P. 111a wieder aufgebaut und dabei erheblich modifiziert. Im Juli 1953 flog sie dann wieder. Im Bahnneigungsflug erreichte sie Überschallgeschwindigkeit. Der Prototyp ist im Midland Air Museum (UK) erhalten.



Bausatz: CMR hat sich ja auf britische Flugzeuge spezialisiert. So ist die Boulton Paul P. 111/111a im Sortiment richtig aufgehoben. Im Vergleich zu einem Mitbewerber schneidet dieser Bausatz vor allem gut ab, da er alle Bauzustände dieses Testflugzeugs ermöglicht. Nach dem Bau ist fast noch ein zweiter Bausatz übrig, jedoch nur fast.



Schon für das Cockpit gibt es eine Menge Optionen und je nach dem, ob die erste Version oder die P. 111a gebaut werden soll. In der Ersteren wird ein MB Mk. 1 und in der P. 111a wird ein MB Mk. 2 verbaut. Ein farbig bedruckter Fotoätzteilsatz von eduard ergänzt die Resinteile hier sinnvoll. Das Tragwerk kann in drei verschiedenen Optionen erstellt werden. Somit gibt es drei verschiedene Möglichkeiten. Selbst die Rümpfe sind so unterschiedlich, dass CMR sie in zwei Varianten belegt. Auch die Vacukanzeln liegen jeweils 2x dabei.



Wie immer ist die Bauanleitung sehr ausführlich und enthält ein paar Seiten mit Vorbildfotos. Der Decalbogen ist versatzfrei gedruckt und enthält auch ein paar Wartungshinweise. Einen Hinweis auf ein Buggewicht vermisse ich. Zur Sicherheit empfehle ich ein paar Gramm.



Bemalung

Fazit: Einziger Mangel ist vielleicht, dass nicht alle Teile für beide Bauzustände dabei sind. Ansonsten gilt ein toller CMR-Bausatz.

Literatur:

Boulton Paul Aircraft, Alec Brew, Tempus Publishing 2001, ISBN 0-7524-2116-6.

Volker Helms, Godern (März 2007)