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Junkers Ju 88 G-6 "Nachtjäger"

1/48 Dragon KitNr. 5509

Der I.P.M.S Deutschland pflegt einen engen Kontakt zum Förderverein des Luftwaffenmuseums der Bundeswehr in Berlin-Gatow. Um einen eigenen Beitrag zur Erweiterung und Verbesserung der Ausstellung zu leisten, haben Mitglieder des IPMS diverse Modelle gefertigt, die in absehbarer Zeit als Exponat im Museum zu betrachten sein sollen.

Als eines dieser Modelle entstand auch die hier vorgestellte Junkers Ju 88 G-6, eine Nachtjägerversion dieses von der deutschen Luftwaffe während des 2. Weltkrieges eingesetzten Mehrzweckflugzeuges.

Zum Modell

Der Zusammenbau des Modells gestaltet sich relativ problemlos. Zwar ist das Modell nicht unbedingt mit den aktuellen Hasegawa/Tamiya-"Shake-and-Bake"-Kits zu vergleichen, aber die Passgenauigkeit ist recht ansprechend. Kleine Schwierigkeiten können sich an den Übergängen zwischen Tagfläche und Triebwerksgondel ergeben.

Außerdem verfügt der Bausatz über ansprechende Details (z.B. Cockpit), so dass man daraus ein wirklich schön anzusehendes Modell erstellen kann, ohne unbedingt auf weitere Zurüstteile zurückgreifen zu müssen.

Grundsätzlich wurde das Modell "aus der Kiste" gebaut. Lediglich die Sitzgurte habe ich imitiert.

Der Bausatz bietet zwei Decal-Varianten an. Zum Bau haben mir Steffen (unser Webmaster) und Volker (unser Vereinsvorsitzender) freundlicherweise einige Materialien zur Verfügung gestellt (siehe Literaturhinweise). Für eine davon, die ich letztlich auch ausgewählt habe, die 3C+PN, fand ich darinnen einige Fotos.

Leider habe ich zunächst nur unzureichenden Gebrauch davon gemacht. So hatte ich das Modell zunächst fast fertig gestellt, bevor mir einige (von mir fabrizierte) kleinere, aber ins Auge stechende Fehler auffielen. Auf einigen Fotos, die noch von einer älteren Fotoserie stammen, sind diese z.T. noch zu sehen (Bugantennenanlage rot-weiß gestreift, Spinnerfarbe gemessen an der Bauanleitung falsch. Letzteres habe ich allerdings beibehalten.)

Auf nähere Angaben zum Flugzeugtyp und zur individuellen Maschine möchte ich hier im Übrigen verzichten, da die hierzu einschlägige Literatur wohl erheblich präzisere Informationen liefern würde, als ich sie zu liefern in der Lage bin. Im Übrigen ist mein Reservoir an eben dieser Literatur ("noch") sehr eingeschränkt.

Lediglich auf die in der ModellFan (1) zu findenden Fotos sowie die wohl nach allgemein vorherrschender Ansicht immer noch besten Zeichnungen zur Ju 88 in der "Flugzeug" (2) möchte ich verweisen.

Bemalung

Die Bemalung (bzw. das Spritzen) erfolgte mit Acryl-Farben von Gunze mit Hilfe einer älteren Double-Action-Pistole von Aztec. Als Verdünner wurde entweder Isopropanol oder auch der hierfür unschlagbare Tamiya-Acryl(!)-Verdünner verwendet.

Zunächst wurden die "Blechstösse" (oder "neu-deutsch panel lines") zuvor mit mattem Schwarz vorgespritzt ("Pre-Shading"). Davon erhoffte ich mir, die ansonsten ja ziemlich gleichmäßige Flugzeugoberfläche (RLM 76) ein wenig aufzulocken.

Mir persönlich gefällt das Ergebnis recht gut, obwohl ich festgestellt habe, dass ein Modell abhängig von den herrschenden Lichtverhältnissen - und insbesondere auch auf den Fotos - immer etwas anders wirkt.

Nach dem Aufbringen der Tarnflecken auf der Flugzeug-Oberseite erhielt das Modell eine rundum-Schicht Glanzlack (Tamiya oder H30 von Gunze), bevor die wenigen Decals aufgebracht wurden. Nach einer weiteren Schicht Glanzlack, wurden sämtliche Vertiefungen mit Matt-Schwarz von Humbrol nachgepinselt. Nach kurzem Antrocknen wurde dann die Humbrol-Farbe wieder mit einem feinen Baumwolltuch (z.B. T-Shirt) abgewischt, so dass lediglich die Blechstösse nachgezeichnet verblieben.

In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Modell in einer Museumsausstellung Verwendung finden sollte, wurde mit Hilfe einer aus Folie geschnittenen Schablone das Hakenkreuz, dass nunmal auf der Maschine vorhanden war, aufgespritzt.

Eine Diskussion zu diesem Thema ( 86a StGB) erscheint mir an dieser Stelle unnötig.

In der Vitrine ist das Modell eine recht imposante Erscheinung. Für mich war es insoweit eine Premiere, als ich mich bislang nur an einmotorigen Jägern versucht habe.

Sören Felsch

Literatur: